Den richtigen Anwalt finden

Glücklich ist, wer in seinem Bekanntenkreis aus erster Hand gute motivierte Anwälte zum Thema Arbeitsrecht empfohlen bekommt. Denn die gezielte Suche nach einem kompetenten Anwalt zum Arbeitsrecht, der sich zudem auf Arbeitszeugnisse gut versteht, gestaltet sich ziemlich schwierig.

Schwerpunkt-Anwalt oder Fachanwalt für Arbeitsrecht

Einer der Hauptgründe für die schwierige Suche nach einem Anwalt liegt darin, dass die Berufsordnung der Rechtsanwälte den Möglichkeiten der Eigenwerbung dieses Berufsstandes enge Grenzen setzt. Der Eigenpräsentation eines Anwalts können nur wenige relevante Informationen entnommen werden: Über welche Erfahrung verfügt der Anwalt und welche Themen bearbeite er schwerpunktmäßig?

Bisweilen findet man auch noch die ergänzende Angabe, dass ein Fachanwalt für Arbeitsrecht ausschließlich Arbeitnehmermandate übernimmt.

Vorsicht bei Internet-Bewertungen

Weitere Informationen sind zwar gelegentlich vor allem über das Internet verfügbar, sollten aber mit der angemessenen Vorsicht bewertet werden.

So finden sich beispielsweise auf der Plattform von anwaltsvergleich24.de einige subjektive Bewertungen von Anwälten durch Mandanten. Der Informationsgehalt solcher Bewertungsplattformen ist aber wohl eher gering, da zumindest zwei Mängel offensichtlich sind.

Im Falle positiver Bewertungen kann nicht festgestellt werden, ob diese Bewertungen möglicherweise vom Anwalt selbst vorgenommen wurden. Zudem neigen echte Bewertungen auf derartigen Portalen dazu, zu schlecht aus zu fallen. Denn wer seinem Ärger über eine vermeintlich schlechte Beratung Luft machen möchte ist stärker motiviert, nach entsprechenden Möglichkeiten zu suchen, als ein zufriedener Mandant. Zufriedene Mandanten werden im Gegenteil eher kein großes Aufhebens um ihre Sache machen wollen. Das Meinungsbild wird daher nur selten repräsentativ sein. Dieses Phänomen ist von vergleichbaren Bewertungsportalen für Hotels und Händler schon länger bekannt.

Wer also bei der Auswahl eines Anwalts nicht auf Erfahrungsberichte aus dem eigenen Bekanntenkreis zurückgreifen kann, muss seine Entscheidung wohl oder übel anhand nur weniger Informationen treffen.

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